Paris: Ein Ball

 

Rainer Paris

Ein Ball

Kleine Schriften zur Soziologie

 Gebunden, 160 Seiten

ISBN: 978-3-944-512-15-0

Preis: 19,80

 

 

 Der Band versammelt verstreute Artikel und Arbeiten, die an einzelnen Situationen und Gegenständen des Alltags elementare Prozesse des Sozialen aufzuschlüsseln versuchen. Es geht in diesen Essays um Leidenschaft und Misstrauen, Spielen und Sonnenbaden, Intrige und Ordnung in Paarbeziehungen. Sie folgen damit einer Maxime des Göttinger Altmeisters Hans Paul Bahrdt: Gute Soziologie sollte so ähnlich funktionieren wie ein Jo-Jo: Vom Konkreten zum Abstrakten, dann wieder zum Konkreten, zum Abstrakten usw. usf.

Rainer Paris, Jg. 1948, war bis 2013 Professor für Soziologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Steiger: Bilder und Bibel

    Johann Anselm Steiger

   Bilder und Bibel

   Die Titelkupfer der Lutherbibel des Lüneburg Stern-Verlags (1650)

   und die Kooperation Johann Rists mit Franz Steuerhelt

   Gebunden 128 Seiten

   ISBN 978-3-944512-13-6

   Preis: 29.80

 

 

Die Titelkupferstiche der vom Lüneburger Stern-Verlag im Jahre 1650 produzierten Lutherbibel sind als wichtige Zeugnisse barock-lutherischer Intermedialität anzusehen, insofern sie Kerntexte der Bibel und Bildmedien aufeinander beziehen und einer gegenseitigen Interpretation zuführen. Alle drei Titelkupfer weisen eine komplexe, von hohem exegetischem und theologischem Reflexionsniveau zeugende ikonographische Gestaltung auf, in der – gemäß den diesbezüglich einschlägigen Grundsätzen frühneuzeitlich-lutherischer Hermeneutik – das Alte und das Neue Testament eng miteinander verzahnt werden. Intermedialität und Intertestamentarizität gehören hier zusammen

Richard Utz: Blind Dates

Richard Utz: Blind Dates Richard Utz

Blind Dates

Soziologische Begegnungen mit dem Alltäglichen

Gebunden, 208 Seiten

ISBN 978-3-944512-01-3
Euro 19,80


Alle Essays verdanken sich unerwarteten Anfragen und spontanen Antworten. Rasch kam ein Titel in den Sinn und von ihm ließ sich der Autor festlegen. Pure Lust an plötzlicher Reflexion und Vertrauen auf weitere Einfälle, Reinfall nicht ausgeschlossen, ermunterten zu tieferen Bohrungen. Ihre Themen suchen sie sich im Naheliegenden, im alltäglich ›Allzualltäglichen‹. Das Selbstverständliche wird zum »Abenteuer des Geistes« (Georg Simmel), zu einem »Blind Date« mit der Wirklichkeit, sobald wir die Komplizenschaft mit seiner fraglosen Gültigkeit aufkündigen und ihm auf diese Weise etwas von der überraschenden Außeralltäglichkeit zurückgeben, die es am Tag seiner Erfindung gehabt haben mag.

Friedrich Strack: Über Geist und Buchstabe bei Hölderlin

Friedrich Strack: Über Geist und Buchstabe bei HölderlinFriedrich Strack

Über Geist und Buchstabe in den frühen Schriften Hölderlins

Paperback, 112 Seiten

Anhang mit 8 farbigen Abbildungen und dem Text von Urtheil und Seyn

ISBN: 978-3-934877-97-9

Preis: Euro 24,00

Nachdem die philosophischen Studien Hölderlins lange Zeit wenig Beachtung gefunden hatten, wurden sie in den letzten dreißig Jahren – insbesondere durch die Arbeiten Dieter Henrichs und seiner Schüler – in den Vordergrund gerückt. Man schrieb Hölderlin eine Philosophie sui generis zu, die den Dichter zu einem Wortführer des frühidealistischen Denkens erklärte. Bei dieser Einschätzung spielte die philosophische Skizze Urtheil und Seyn, die Friedrich Beissner 1961 erstmals öffentlicht und auf Grund orthographischer Indizien in Hölderlins Jenaer Zeit (erste Hälfte des Jahres 1795) eingegliedert hatte, eine Schlüsselrolle. Man begriff sie als einen über Fichtes Ich-Philosophie hinausführenden Entwurf, der die Philosophie der Folgezeit entscheidend geprägt habe.
Gegenüber diesem Ansatz hat der Verfasser der vorliegenden Studie bereits früher Bedenken geäußert. Sie werden jetzt durch den Nachweis erhärtet, dass Hölderlins Skizze erst zu Beginn des Jahres 1796 niedergeschrieben sein kann. Damit wird nicht nur die frühere Datierung, sondern auch das philosophische Konzept, das Hölderlin in Jena entworfen haben soll, in Frage gestellt. Die Intention der vorliegenden Arbeit ist zu zeigen, dass Hölderlin in seinen frühen philosophischen Studien gerade nicht auf ein „Sein“ vor allem Bewusstsein zielt, sondern auf ein ästhetisches Sein (im Sinne Schillers), das ihm den „Frieden alles Friedens“ (III, 236) verbürgt.

Nach der Promotion in Philosophie mit einer Arbeit über Hölderlin frühe Schönheitsidee („Ästhetik und Freiheit“) und der Habilitation in Germanistik mit einer Studie über Novalis („Im Schatten der Neugier“) war Friedrich Strack zunächst Privatdozent am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg. Es folgten Gastprofessuren in Halifax (Kanada), Regensburg, Kiel und Jena, ehe er eine Professur am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg übernahm, die er bis zu seinem Ruhestand (2005) inne hatte.
Zahlreiche Veröffentlichungen zu Klassik und Romantik sowie zum Expressionismus und zur Moderne geben Auskunft über seine wissenschaftlichen Interessen.